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Zeitungsbericht Frankfurter Neue Presse
Printausgabe vom 14.06.2005 Gemäßigt bergauf, rasant bergab Von Carla Marconi Oberursel. Riesige Wolken verdunkelten den Himmel am Samstagmorgen. Zudem wehte ein kühler Wind. Keine allzu angenehme Thermik für den ersten Oberurseler Bike-Marathon. Dennoch ließen sich 60 Radler nicht davon abbringen, sich auf einer Strecke von 42,6 Kilometern durch den Taunus zu kämpfen und dabei 1200 Höhenmeter zu bewältigen. Darunter auch der 28-jährige Heiko Müller, der zum ersten Mal einen Marathon fuhr und etwas nervös war. Kritisch beäugte er die Streckenkarte, die ihm in die Hand gedrückt wurde und nahm die Versorgungsbändchen entgegen. Denn entlang der Strecke boten die Organisatoren Obst und verschiedene Getränke an. Der Oberurseler schloss sich zwei weiteren Mitfahrern an - Uwe Ludwig und Steffen Weege. Letzterer ist bereits eine Marathonstrecke mit seinem Mountainbike gefahren und warnte vor den Steigungen. Und dann machten sich die drei auf den Weg in den Taunus. Vom Sportplatz Altkönigstraße ging es über Bleibiskopf, Saalburg, Sandplacken und den Feldberg wieder zurück zur Altkönigstraße. "Das ist eine ganz schön straffe Strecke", wusste Norbert Windecker, Kassenwart und Mitgründer des veranstaltenden Vereins Mountain Sports Oberursel. Man habe die Strecke mit einem Kalkwagen markiert, und an Bäumen angebrachtes Flatterband wies den Sportlern den richtigen Weg. Es kam jedoch weniger auf Schnelligkeit an, sondern mehr auf den Spaß. "Es gibt bei der Veranstaltung keine Zeitmessung. Jeder fährt sein eigenes Tempo", so Windecker. Das sei ja auch Ziel des Vereins, der vor rund eineinhalb Jahren gegründet wurde. Man wolle einfach gemeinsam die Natur erleben. Mittlerweile zählt man bei den Bikern mehr als 30 Mitglieder, 15 davon hätten sich mit viel Tatkraft bei der Organisation des ersten Bike-Marathons engagiert. Nach etwa zwei Stunden kamen dann auch schon die ersten Sportler ins Ziel. Die meisten wirkten ziemlich ausgepowert, aber hatten allesamt ein gutes Gefühl. Wie der 45-jährige Michael Wehner, der extra aus Gelnhausen angereist war und von der Taunus-Strecke schwärmte. Nicht nur die Route, sondern auch die gute Organisation hatten es dem 45-jährigen Hans-Henning Kopp angetan. Auch der 32-jährige Andreas Künast war mit seiner Leistung zufrieden. Im Schnitt sei er rund 20 Kilometer pro Stunde gefahren. "Beim Hochfahren waren es so sieben bis zehn Kilometer pro Stunde, runter kam man schon teilweise auf 50 Stundenkilometer", rechnete Künast. Weitere Infos zum Verein unter www.mountain-sports-ev.de. Übrigens sind alle, die Mountainbiken wollen, bei den wöchentlichen Treffs am Schillerturm willkommen: mittwochs um 19 Uhr und sonntags um 13 Uhr.
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